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Claudio Diatto
KUNST NIMMT UNS DEN SCHMERZ

Claudio Diatto, kunst nimmt uns den schmerz.Claudio Diatto Claudio Diatto wurde 1953 in Turin geboren. Nach dem Abitur an der Kunstoberschule der Accademia Albertina studierte er Architektur an der Turiner Hochschule. Anfang der 80er Jahre setze er seine Ausbildung in Frankreich fort: von der Galerie Fersen in Antibes unter Leitung der Amerikanerin Judith Fox über Ausstellungen in Paris mit der Galerie Le Breton aus der Rue Dauphine bis hin zur Revue im Nationalmuseum Saint Jean in Nogeng le Rotrou. Seit den 90er Jahren lebt und arbeitet er in Dogliani; sein besonderes Interesse gilt der Suche nach einem den Rhythmen der Landschaft von Langa nachempfundenen Bilderkodex.

Siebdrucke, Papierschnitte, Papierintarsien, bemalte Holz- und Metallformen: das Werk von Claudio Diatto zeugt von einem langen, wechselhaften künstlerischen Werdegang, auf dem er in Italien manchen Beifall gefunden und Verbindungen zum Ausland geknüpft hat, ehe er bis nach China kam. Diattos Einzelausstellung mit dem Titel "Borderline" war vom 30. April bis 16. Mai in Tianjin und vom 22. bis 29. Mai in Peking zu sehen.
Dank des großen Erfolges der ersten beiden Etappen ist Diatto eingeladen worden, auch in Chongqing und Shanghai auszustellen.

Wir haben Claudio, der zurzeit in Dogliani lebt, in seinem Atelier besucht.

1) Wie deuten Sie in Ihrem Werk das Verhältnis des Menschen zur Natur?
Auf die einzig mögliche Weise: auf totale Weise, denn wir sind ja unlöslich mit ein und demselben Schicksal verbunden, d.h. entweder wir retten uns gemeinsam oder wir gehen gemeinsam unter.
Mein stilisiertes Männchen, das ständig einen roten Faden aus dem Wald entwirrt oder hingebungsvoll Mond und Sterne trägt, steht fast auf einer Stufe mit den homerischen Helden, als letzter Streiter für den Traum von Rettung.

2) Warum kann Kunst auch als Therapie aufgefasst werden?
Weil sie uns Vieles bewusst macht, uns befreit und uns den Schmerz nehmen kann.

3) Wann sind unsere Hände „fruchtbar“?
Wenn sie die Möglichkeit des „Machens“ erkennen und aktiv werden; von dieser Möglichkeit ist niemand ausgeschlossen, nur schließen wir uns fast immer selbst davon aus.

4) Wie kommunizieren China und Italien durch Kunst?
Meine Papierschnitte haben eigentlich keinen Bezug zur chinesischen Kunst des Papierschnitzens, auch die Technik ist wesentlich anders.
Die Begegnung ist natürlich durch die Bereitschaft und die intellektuelle Neugier des qualifizierten chinesischen Publikums zustande gekommen, das die unfreiwilligen Kontaminierungen wahrgenommen und meine westliche New-Pop-Vision als Neuinterpretation der eigenen tausendjährigen Tradition verstanden hat.

5) Wie macht sich der Einfluss der Langa-Landschaft in der Kreativität bemerkbar?
In Langa habe ich die Wahlheimat für mein Schaffen gefunden; nach 30 Jahren darf ich wohl sagen, dass ich hier meine Wurzeln gefunden habe, die ich nie kennen gelernt hatte. In den Spuren, die der jahreszeitliche Wechsel und die menschliche Arbeit auf den bewirtschafteten Feldern hinterlassen, kann man wie in einem Buch Querverweise auf die Protagonisten der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts lesen.
Ich würde gerne einen „Bilderkodex von Langa“ zusammenstellen, in dem diese Art von Gefühl mit meiner graphischen Sprache gesammelt und übersetzt wird.

6) Mit welchem Werk fühlen Sie sich am engsten verbunden?
Immer mit dem nächsten, weil es das Werk ist, das mir das Experimentieren mit neuen Lösungen ermöglicht und den Horizont ein Stück erweitert; das ist der einzige Weg, den ich kenne, um weiterzukommen.
Claudio Diatto

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